ASOMv7Beispielvideo

Heckspoiler-Auslegung mit ASOM v7: Siebengelenk mit 3 Lagen (Teil 2)

Obwohl unsere Siebengelenk-Synthesen streng genommen nur die Vorgabe von 2 Lagenbedingungen (Lage = Punkt und Winkel) ermöglichen, ist es dennoch möglich, in ASOM v7 auch Siebengelenk-Systeme für die Erfüllung von 3 (oder prinzipiell sogar mehr) Lagenbedingungen auszulegen.

Statt, wie in unserem letzten Beispielvideo gezeigt wurde, per Skript nur numerische Anzeigen in Ausdrücken zu erzeugen, kann man Skripte auch nutzen, um grafische Anzeigen in Diagrammen zu erzeugen.

In diesem Beispiel werden daher Skripte verwendet, um einen relevanten Teil der Zeichenebene in einem Diagramm nachzustellen und mit zusätzlichen Anzeigen zu ergänzen. Dazu werden die Stäbe der Kinematik sowie die Zeichenelemente der Lagenvorgaben, der bewegten Lage und des Bauraumes im Diagramm nachgezeichnet.

Es wird grafisch dargestellt, wie nah die Spuren der Endpunkte der bewegten Lage der mittleren Lagenvorgabe kommen und auch wo die bewegte Lage gerade ist, wenn sie genau den Winkel der mittleren Lagenvorgabe hat. Zusätzlich zur Darstellung der Kinematik am Anfang (grün) und Ende (grau) der Simulation auch eine Zwischenlage in rot zu gerade diesem Zeitpunkt (Koppelwinkel = Winkel von mittlerer Lage) angezeigt. In hellgrün werden zwei Zwischenzustände der bewegten Lage bei bestimmten angegebenen Winkeln (hier: 10° und 30°) angezeigt. Zuletzt wird die Endlage nur dann in rot markiert, wenn die bewegte Lage sie tatsächlich genau erreicht.

Mit diesen zusätzlichen Informationen, die stets in Echtzeit verfügbar sind, kann man nun die Designparameter des Systems gezielt beeinflussen und schnell einen Überblick bekommen ob Lösungen existieren und wo sie sich befinden. Bekanntermaßen schrumpft der Lösungsraum mit jeder Vorgabe, so dass mit dieser Herangehensweise (mittlere Vorgabe wird nicht automatisch exakt getroffen) oft auch für Probleme eine akzeptable Approximation gefunden werden kann, für die keine exakte Lösung existiert.

Ein weiterer Vorteil dieser „Spiegelung“ von Elementen aus der Zeichenfläche in ein Diagramm besteht darin, dass man an unterschiedliche Stellen in der Zeichenfläche und im Diagramm heranzoomen kann um z.B. kleine aber weit entfernte Auswirkungen von kleinen Änderungen zu beobachten.

Die Kräfte in diesem Beispiel sollen nur veranschaulichen, dass gleichzeitig mit der kinematischen Auslegung auch schon beliebig komplexe Kraftbetrachtungen ausgeführt werden können (z.B. als weitere Nebenbedingungen der Auslegung). Sie bilden in dieser Form nicht unbedingt die reale Kraftsituation an einem Heckspoiler ab.